FAQ

Was für Druckverfahren gibt es?

1. Digitaldruck

2. Thermotransferdruck

3. Tiefdruckverfahren

4. Tampondruck

5. Sublimationsdruck

6. Siebdruck

7. Offsetdruck

8. Digitaldruck

Vektorgrafiken?

1. Was ist eine Vektorgrafik?

2. Was unterscheidet die Vektorgrafik von anderen Grafiken?

3. Wofür werden Vektorgrafiken benötigt?

4. Weitere Informationen zu Vektordateien


 

Thermotransferdruck

Bei dem Thermotransferdruck-Verfahren (TTO) wird das gewünschte Druckergebnis drucklos, dies bedeutet ohne mechanischen Andruck oder Anschlag, dank punktueller Hitzeerzeugung erzielt. Es gibt hierbei im Gegensatz zum Thermodruck jedoch einen Farbträger in Gestalt eines Thermotransferbandes, welches mit Harz, Wachs oder einer Mischung beider Materialien beschichtet ist. Der Thermotransferdruck stellt einen Fortschritt gegenüber den herkömmlichen analogen Codierungstechnologien wie der Rollcodierung und der Heißprägung dar. Im Vergleich zur Heißprägung erfordert die TTO-Technologie keine langen Aufwärmzeiten. Es entsteht auf der Verpackung ein hochauflösender Code, der leicht zu lesen ist und dafür Sorge trägt, dass die ästhetische Qualität des Designs nicht beeinträchtigt wird. In Abhängigkeit des Einsatzzweckes kann dieser CMYK-farbig oder aber monochrom sein. Das Druckresultat wird erreicht, indem ein hitzeempfindliches Thermotransferband durch ein Thermodruckkopf an den zu bedruckenden

Stellen aufgeheizt wird. In diesem Druckkopf befinden sich zahlreiche kleine Hitzwiderstände. Auch Thermodruckzeilen werden anstelle des Thermodruckkopfes nicht selten verwendet. Primär kommt der Thermotransferdruck dann in Frage, wenn sich Materialien weder mit Laser- noch mit Tintendrucker bedrucken lassen, wie etwa bei Scheckkarten, Folien oder anderen Kunststoffoberflächen. Gerne genutzt wird dieses Druckformat auch für kleinformatige Materialien wie Eintrittskarten oder Produktetiketten.

Tiefdruckverfahren

Beim Tiefdruckverfahren handelt es sich um eine Drucktechnik, die im künstlerischen sowie gewerblichen Bereich zum Einsatz kommt. Die Besonderheit ist, dass die Druckflächen für Texte und Bilder im Vergleich zur Oberfläche der Druckplatte tiefer liegen. Erreicht wird dies, indem die grafischen Darstellungen oder Texte zunächst in eine Druckplatte aus Stahl oder Kupfer graviert werden. Damit die Druckfarbe später in die Vertiefungen (sogenannte „Näpfchen“) laufen kann, wird die Druckplatte vor dem Druckvorgang vollständig eingefärbt. Im Anschluss daran wird mithilfe eines Wischers oder Abstreichholzes (Rakel) die überschüssige Farbe entfernt. In den Vertiefungen bleibt die Druckfarbe selbstverständlich erhalten. In der Presse befindet sich zwischen Druckplatte und Gegenstück der Bedruckstoff, der die Farbe aus den Vertiefungen zieht. Auf der Rückseite des Druckbereichs sind die vertieften Bereiche ertastbar. Die Einsatzbereiche des Tiefdruckverfahrens sind in der Kunst wie auch bei der Produktion hoher Auflagen von Printmedien zu finden. Gute Dienste leistet das Verfahren zudem bei der Textilbedruckung sowie bei Verpackungen, z.B. Tetrapacks, Folien oder Zigaretten.

Tampondruck

Der Tampondruck steht für ein indirektes Druckverfahren, welches oft zum Bedrucken von Metall- und Kunststoffkörpern zum Einsatz kommt. Immer wieder sind Spielzeuge, Werbeartikel, CDs, Geschirr, Schraubverschlüsse, Modelleisenbahnen, Feuerzeuge sowie technische Teile wie Drehknöpfe und Blinkerhebel zu finden, die mittels dieses Verfahrens veredelt wurden. Die Druckgrundlage bildet das Klischee, eine Platte, in welche das Druckbild als Vertiefung belichtet oder hineingeätzt wird. In diese Vertiefungen dringt die aufgetragene Farbe anschließend ein und verteilt sich gleichmäßig. Überflüssige Farbe wird durch ein Rakelmesser entfernt, welches über das Klischees fährt. Hierdurch bleibt in der Vertiefung lediglich ein dünner Farbfilm zurück. Zugleich bewegt sich der aus Kautschuk und Silikon bestehende Tampon vom Druckgut zur Form, senkt sich ab und übernimmt damit das Druckbild, das er durch wiederholtes Absenken auf dem zu bedruckenden Teil erneut abgibt. Die Verformbarkeit des Tampons stellt den großen Vorteil dieses Verfahrens dar. So wird nämlich das Bedrucken konkaver oder konvexer Flächen möglich. Dank seiner hohen Elastizität nimmt der Tampon die Form des zu bedruckenden Gegenstandes an und kann auf diese Weise das Motiv optimal auf den Bedruckstoff übertragen. Auch der Druck feinster Motive und Linien stellt im Tampondruck keine Schwierigkeit dar.

Sublimationsdruck

Der Sublimationsdruck ist eine relativ neuartige Drucktechnologie, bei der in den Trägerstoff eine Spezialtinte eingedampft wird. Es handelt sich hierbei um eine wärmeempfindliche Tinte, wobei die Farbstoffe unter Druck- und Wärmeeinfluss verdampfen und sich in einer Hochleistungspresse mit einem Trägermaterial verbinden, welches komplett aus Polyester besteht. Textilien aus Baumwolle lassen sich mittels Sublimationsruck nicht bedrucken. Die Druckmotive auf dem Gewebe können selbst nach mehreren Waschgängen weder einreißen noch verblassen, weil die Tinte zu einem Teil der Struktur des Trägermaterials wird. Ein gelungenes Subilmationsverfahren erfordert eine Mindesttemperatur von mindestens 180 Grad. Bestens geeignet ist der Sublimationsdruck, um Textilien verlustfrei in Fotoqualität zu bedrucken. Zudem punktet das Verfahren durch Verzicht auf Lösungs- und Bindemittel unter dem Aspekt der Umweltverträglichkeit sowie durch seine Resistenz gegen UV-Strahlung, weshalb die Motive nicht verblassen. Eingesetzt wird der Sublimationsdruck unter anderem für T-Shirts, Banner, Fahnen oder Innendekorationen. Zur Auswahl steht eine unbegrenzte Anzahl an Farben und auch Farbverläufe sind möglich.

Siebdruck

Bei dem Siebdruck handelt es sich nicht um ein Druckverfahren im klassischen Sinne wie Flach-, Tief- oder Hochdruck, sondern vielmehr um ein Schablonenfarbauftragungsverfahren. Hierbei wird die Druckfarbe mit einer Rakel durch ein besonders feinmaschiges Sieb gepresst. Der Siebdruck besticht einerseits durch die breite Produktpalette der Druckträger sowie andererseits durch die vielfältige Schablonenherstellung. Dies bedeutet, dass sich nahezu jede Vorlage, sei es Schrift, Muster, Foto oder Zeichnung, bearbeiten und als Druckschablone verwenden lässt. Mit dieser Schablone lassen sich etwa Kunststoffe, Holz, Textilien oder Papiererzeugnisse bedrucken. Textile Druckträger wie Taschen oder Shirts sollten einen hohen Baumwollanteil aufweisen. Am besten eignen sich helle Druckträger, da die meisten Farbtöne der Siebdruckverfahren nicht deckend sind. Die Vorteile dieses Verfahrens liegen im flächigen und regelmäßigen Farbauftrag, was zu besonders leuchtenden Farben führt.

Offsetdruck

Der Offsetdruck ist ein indirektes Druckverfahren, bei dem der Druck über eine Walze und nicht direkt von der Druckplatte auf den zu bedruckenden Stoff aufgetragen wird. Dieses Flachdruckverfahren hat den klassischen Buchdruck verdrängt und kommt beim Bedrucken von Printmedien in schätzungsweise 60 Prozent aller Fälle zum Einsatz. Das Verfahren basiert auf die physikalische Reaktion von Fett und Wasser.

Weil wasserhaltige Flächen die Farbe abstoßen, bleibt die Farbe am Ende des Druckprozesses lediglich auf den zu bedruckenden Flächen haften. Auf die Platte wird das Druckbild mittels Belichtung übertragen.

Die Hauptfarben des Offsetdrucks sind Schwarz, Gelb, Magenta und Cyan (CMYK).
Vor Ausgabe der Druckplatten werden die zu druckenden Farben in diese vier Grundfarben aufgespalten, weshalb es eine Druckplatte für jede dieser Farben gibt. Um sämtliche Farbabstufungen einer Fotografie
reproduzieren zu können, bedient man sich der Rasterung.
Diese bezeichnet den Prozess der Zerlegung in Bildpunkte. Die verwendeten Maschinen unterscheiden sich in Bogen- und Rollenoffset. Während beim Rollenoffset die Bedruckstoffbahn von einer Rolle abgewickelt wird, laufen im
Bogenoffset einzelne Bedruckstoffbögen hintereinander durch die Maschine. Der Offsetdruck ist ideal für die Drucksachen aus Papier in hohen Auflagen. Bücher, Postkarten, Mappen, Hefte, Magazine, Broschüren, Faltblätter, Einladungs-, Grußkarten, Flyer, Plakate, Briefpapier und vieles mehr werden so im Offsetdruck hergestellt.

Digitaldruck

Beim Digitaldruck handelt es sich um eine Drucktechnik, bei der die Druckdateien vom PC direkt auf eine Digitaldruckmaschine übertragen werden. Mit Hilfe von Lasern werden in dieser Maschine Trommeln belichtet, welche den Toner anschließend auf das Papier bringen. Hinsichtlich der Technik ist dieses Verfahren mit dem eines jeden haushaltsüblichen Laserdruckers vergleichbar. Professionelle Digitaldruckmaschinen arbeiten bei hohen Geschwindigkeiten und zeichnen sich durch eine hohe Qualität sowie zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten aus. Der Druck über die die Digitaldruckmaschine vereint mehrere Vorteile. Zum einen lässt sich der Druck kleinerer Auflagen sehr gut vornehmen, da kaum technisch bedingte Einrichtungskosten entstehen. Kosten entstehen nämlich erst dann, wenn tatsächlich gedruckt wird. Bei größeren Auflagen fallen diese Stückkosten je Exemplar günstiger aus, da sich die Kosten auf mehrere Exemplare verteilen. Hinsichtlich der Druckqualität hat der Offsetdruck allerdings die Nase vorn, zumal sich hier Farbverläufe und Rasterflächen gleichmäßig darstellen lassen und auch das Problem von Passergenauigkeiten eliminiert wird.

Beim Digitaldruck lassen sich zwei verschiedene Druckverfahren unterscheiden, bei denen entweder Tinte oder Trockentoner aufgetragen wird:

– Digitaldruck mit Toner

In diesem Fall wird der Toner auf das Druckstück gebrannt. Das Druckbild wird hierbei auf einen Bebildungszylinder, anschließend auf einen Gummizylinder und schließlich mittels Elektrofotografie auf das Papier des Druckbogens übertragen. Das Papier wird hierbei stark negativ aufgeladen und unter Berührung der Trommel, die mit positiv geladenem Toner besetzt ist, vorbeibewegt. Farben lassen sich dabei über das CMYK-Verfahren realisieren. Allerdings gibt es keine Rasterung, wie man sie aus dem Offset-Druck kennt.

– Digitaldruck mit Tinte

Ohne Zwischenträger wird das Druckbild mittels Toner direkt auf das Papier oder ein anderes Material (auf Rolle) gedruckt. Dieses direkte Druckverfahren kommt etwa bei größeren Digital-Postern, Tapeten, Rollups, Planen, Keilrahmenbildern und Handy-Covern zum Einsatz.

Digitaldrucker arbeiten mit Über- und DIN-Formaten, weshalb DIN A 4, A 3 und A 3+ zu den gewöhnlichen Formaten zählen. Produziert werden können überdies auch Sonderformate, die sich in diesem Spektrum bewegen. Da keine kosten- und zeitintensive Einrichtung der Druckmaschine erforderlich ist und es keine Druckform gibt, ist der digitale Druck ideal für individuelle Drucksachen wie Anschreiben, Rechnungen sowie Mailings. Jeder Druck lässt sich auf Anfrage anders gestalten und demnach personalisieren.

Ebenso ist es möglich, mehrseitige Dokumente gleich in der korrekten Reihenfolge zu drucken, so dass ein späteres Sortieren und Zusammentragen entfallen kann. Aus diesem Grund bietet sich der Digitaldruck hervorragend für Book-on-demand sowie Print-on-demand an.
Drucksachen in kleineren Auflagen wie etwa Fotoreproduktionen, Broschüren, Postkarten, Plakate bis DIN A 3 sowie Handzettel, gehören ohnehin zur Spezialität des Digitaldrucks. Ebenso zählt auch die Herstellung von Etiketten sowie Verpackungen zu den Einsatzbereichen dieser Drucktechnologie.

Was ist eine Vektorgrafik?

Vektorgrafiken sind eine spezielle Variante von Bildern und Grafiken, die in der Drucktechnik genauso eine Rolle spielen wie bei der Darstellung von Bildern auf dem Computerbildschirm.
Die spezielle Grafik besteht aus einer Vielzahl geometrischer Gebilde wie Punkten, Linien und Kreisen, die das sichtbare Bildmotiv zusammensetzen und sich beispielsweise in der Größe beliebig verändern lassen, ohne an Schärfe und Qualität zu verlieren.

Was unterscheidet die Vektorgrafik von anderen Grafiken?

Eine im Internet dargestellte Grafik ist üblicherweise als Pixelbild angelegt. Das bedeutet, das Bildmotiv setzt sich aus vielen kleinen, eingefärbten Punkten zusammen, die zusammengesetzt das sichtbare Bild ergeben. Vektorgrafiken sind im Vergleich zu einem Pixelbild komplexer, da hier die einzelnen Bildelemente Vector für Vector zusammengesetzt werden.
Der Begriff stammt aus der Mathematik, wo dieser Begriff eine Linie mit einem Startpunkt und eine Richtung bezeichnet. Anstatt einzelner kleiner Punkte bietet ein Vector weitere Informationen, beispielsweise die Länge einer Linie oder der Durchmesser eines Kreises.

Wofür werden Vektorgrafiken benötigt?

Vektorgrafiken werden angelegt, wenn das dargestellte Bild in unterschiedlichen Größen benötigt wird. Dies gilt beispielsweise für ein Firmenlogo, das kleingedruckt auf einem Briefpapier genauso perfekt wirken soll wie auf einer metergroßen Plakatwand. Wird ein herkömmliches Pixelbild immer weiter vergrößert, wird das dargestellte Motiv unscharf, Kanten und Ränder der Vorlage verschwimmen. Dies ist bei Vektorgrafiken anders, da sie aus Linien, Kurven und Kreisen aufgebaut ist.
Egal, welche Größe der Grafik benötigt wird – die einzelnen Vektoren lassen sich proportional in ihrer Länge und Größe anpassen und garantieren so ein gestochen scharfes und ansprechendes Ergebnis.

Weitere Informationen zu Vektordateien

Vektorgrafiken sind für alle Druckereien und Werbeagenturen eine unverzichtbare Grundlage für die Erstellung von Broschüren, Plakaten und sonstigen Druckerzeugnissen. Die Designer legen Logos und Layouts fast immer als Vektorgrafik an, um diese anschließend auf die vom Kunden gewünschte Größe anzupassen. Die Ausgabe der Grafik, also beispielsweise also Logo auf einer Webseite, erfolgt wieder als Pixelbild. Hierdurch wir verhindert, dass sich Internetnutzer die vektorisierte Datei herunterladen und diese gegen den Willen eines Unternehmens manipulieren können. Auch bei der Vergabe von Nutzungsrechten ist es üblich, dass Druckereien und Agenturen im Besitz der Vektorgrafiken sind, um professioneller Ansprechpartner ihrer Kunden zu bleiben.

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Vektorgrafiken lassen sich ohne Qualitätsverlust beliebig skalieren.